Ausbildung der Feinmotorik - Eine Erläuterung

Der Begriff "Motorik" bezieht sich auf die menschliche Fähigkeit Bewegungen ausführen zu können. Motorische Fähigkeiten lassen sich in Grobmotorik und Feinmotorik unterteilen. Grobmotorik bezieht sich dabei auf die allgemeine Fähigkeit den eigenen Körper bewegen zu können. Das beinhaltet die Kopf-, Schulter-, Rumpf-, Becken-, Arm- sowie Beinbewegungen. Die Feinmotorik umfasst Regungen der Füsse und Zehen, des Gesichts und Mundes, der Hände und Finger sowie die Koordination beider Hände.

Eine kontinuierliche Entwicklung der Feinmotorik kann schon bei Kindern im frühen Alter von drei Jahren beobachtet werden. In diesem Stadium wachsen die Muskeln der Kinder sehr schnell. Das führt zur Steigerung von Kraft und Ausdauer des Kindes und bewirkt, dass seine Bewegungen flüssiger und geschickter werden. Der zunehmende Gebrauch moderner Kommunikationsmittel und ein daraus entstehendes vermindertes Interesse an Handschrift und Schreibkunst machen es immer schwieriger für Kinder, die Feinmotorik zu üben und ein Gefühl für filigrane Bewegungen der eigenen Hände zu erlernen. Kontinuierliches, motorisches Lernen ist jedoch sehr bedeutsam. Durch künstlerische und handwerkliche Tätigkeiten können Kinder ihre Feinmotorik auf spielerische Art und Weise entwickeln und verbessern. Das Verwenden von Stift, Schere, Pinsel und Klebstoff fördert aktiv das Zusammenspiel der Finger. Diese Entwicklung ist auch in den Bewegungen des Kindes beim Zeichnen zu erkennen. In der ersten Stufe der motorischen Entwicklung werden die Bewegungen des Kindes vorerst durch die grossen Muskeln der Arme gesteuert. Im Laufe der Zeit erlernt das Kind dann auch die Verwendung der Muskeln im Unterarm. Die Bewegungen und somit die Zeichnungen werden detaillierter und feiner.

Handwerksmaterialien wie Karton, Knetmasse und Ton helfen Kindern Gegenstände präziser zu greifen als auch die Bewegungen von Fingern und Armen einzeln, vom Körper unabhängig koordinieren zu können. Darüber hinaus bildet die Arbeit mit Knetmasse und Ton sensorische Fähigkeiten aus. Das ist besonders wichtig um beispielsweise einen Stift sicher greifen zu können. Erst dann wird das Schreiben in der Schule deutlich erleichtert. Die Schulung der Feinmotorik hilft somit dem Kind sich auf das Schreiben aus dem Handgelenk vorzubereiten. Ein weiterer Nutzen regelmässigen Bastelns ist zudem die Tatsache, dass Kinder erst dann zu sprechen beginnen, wenn sie bereits eine gewisse Geschicklichkeit aufgebaut haben. Denn das Sprachzentrum im Gehirn ist stark mit dem Hirnareal für die Feinmotorik vernetzt. Daher helfen Kunst und handwerkliche Tätigkeiten die Entwicklungen des Sprachzentrums voranzutreiben.

Kinder verspüren einen permanenten Drang ihre Kreativität und künstlerischen Fantasien auszudrücken. Basteln ist eine gute Möglichkeit diese Fantasie von Kindern zu fördern. Pritt hat sich zum Ziel gesestzt kreative Bastelideen zu entwickeln, bei denen die Kinder mit Spass an der Sache das Kleben, Schneiden, Falten und Zeichnen lernen. Gleichzeitig treibt das kreative Basteln die Feinmotorik voran - und das auf spielerische Art und Weise.